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Für den Ernstfall vorbereitet

Erfolgreiche Praxisübung zur Afrikanischen Schweinepest im Kreis Herzogtum Lauenburg

Um für einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bestmöglich gewappnet zu sein, hat im Kreis Herzogtum Lauenburg Ende September 2026 eine umfangreiche Praxisübung stattgefunden. Obwohl die Tierseuche in Schleswig-Holstein bislang noch nicht festgestellt wurde, misst der Kreis einer frühzeitigen und gründlichen Vorbereitung angesichts aktueller Ausbrüche in anderen Bundesländern höchste Bedeutung bei.

Fokus auf Kadaversuchhunden und digitaler Meldekette

Im Mittelpunkt des Übungsszenarios stand der Einsatz speziell ausgebildeter Kadaversuchhunde. Insgesamt neun Suchteams trainierten in unterschiedlichen Geländen das Auffinden von verendeten Wildschweinen sowie Wildschweinresten. Neben der reinen Sucharbeit vor Ort wurde auch die lückenlose Dokumentation möglicher Fundorte sowie die reibungslose und schnelle Datenübermittlung an das zuständige Veterinäramt unter realistischen Bedingungen simuliert.

Kreisübergreifende Zusammenarbeit erprobt

Da Tierseuchen nicht an Kreisgrenzen haltmachen, war die Übung bewusst überregional angelegt. Beteiligt waren Suchhundestaffeln aus den Kreisen Segeberg und Herzogtum Lauenburg sowie Mitarbeitende der Veterinärämter der Kreise Stormarn, Segeberg, Herzogtum Lauenburg und der Hansestadt Lübeck.

Schnelles Handeln im Ernstfall entscheidend

Die Afrikanische Schweinepest ist für den Menschen völlig ungefährlich, verläuft jedoch für Haus- und Wildschweine in der Regel tödlich. Ein Ausbruch hätte gravierende Folgen für die heimische Tierhaltung und die regionale Landwirtschaft. Im Ernstfall ist es daher entscheidend, dass sämtliche Eindämmungsmaßnahmen schnell, strukturiert und behördenübergreifend abgestimmt greifen. Den speziell ausgebildeten Suchhunden kommt dabei eine Schlüsselrolle zu: Je schneller infizierte Kadaver in der Natur gefunden und geborgen werden, desto wirksamer lässt sich eine Weiterverbreitung des Virus verhindern.

Der Kreis Herzogtum Lauenburg zieht eine positive Bilanz und bedankt sich ausdrücklich bei allen engagierten Hundeführerinnen und Hundeführern sowie den beteiligten Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz und die professionelle Ausgestaltung des Übungstages.