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Datum: 13.10.2026

Tag der seelischen Gesundheit vor historischer Kulisse in Geesthacht

Am 10. Oktober 2026, am Tag der seelischen Gesundheit, veranstaltete das Gesundheitsamt des Kreises Herzogtum Lauenburg zum vierten Mal einen öffentlichen Vortrag zum Thema. Dabei wurden sowohl psychische Erkrankungen im Zuständigkeitsbereich des Sozialpsychiatrischen Dienstes als auch die Stärkung der psychischen Gesundheit der Gesamtbevölkerung in den Blick genommen. Inhaltlich wurde im Rahmen des 150-jährigen Kreisjubiläums ein thematischer Schwerpunkt auf die historische Entwicklung medizinischer Behandlungsformen gesetzt. Der Veranstaltungsort, die Klinik Edmundsthal-Siemerswalde, deren Ursprünge in einer Heilstätte für unbemittelte Tuberkulosekranke liegen; eignete sich dabei perfekt als historische Kulisse, Wandel und Kontinuitäten medizinischer Einrichtungen sowie die Entwicklung staatlicher Fürsorgeprinzipien zu reflektieren.

Nach der Begrüßung durch Landrat Dr. Christoph Mager, standen im Fokus der Veranstaltung gesetzlich verankerte medizinische Behandlungsformen, namentlich die Maßnahmen zur Behandlung ansteckender Tuberkulose und die Behandlungsbefugnisse bei schweren psychischen Erkrankungen. Es wurde dargelegt, welche Aufgaben der Öffentliche Gesundheitsdienst in diesen Bereichen wahrnimmt, welche Interventionen, Pflichten und Rechtsgrundlagen bestehen und wie sich Verantwortung und Versorgungspflicht historisch und aktuell gewandelt haben. Die geplanten medizinischen Versorgungsangebote auf dem Gelände des Edmundsthals wurden als zentrales Zukunftsthema benannt; hierzu berichtete der Eigentümer Captain Thomas Pötzsch.

In seinem Beitrag spannte er einen Bogen zum Gründer und Namensgeber der ehemaligen Heilstätte Edmundsthal-Siemerswalde und unterstrich zugleich seine persönliche Verantwortung, gesellschaftlich etwas von den Erträgen seiner Tätigkeit als Reeder zurückzugeben. Er übte Kritik an bestehenden Strukturen, eindrucksvoll präsentierte er dabei zugleich Lösungsansätze für den Aufbau tragfähiger Gesundheitsversorgungsangebote in der Region. Im Anschluss an die Vorträge von Timo Mittelstädt und Gert Santjer entwickelte sich mit dem fachkompetenten und erfahrenen Publikum ein konstruktiver Austausch.

Abschließend fasste Dr. Kaschlin Butt, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, die Veranstaltung zusammen und betonte, dass sie sich künftig mehr solcher Zusammenkünfte wünsche, da ein solcher Austausch gemeinsames Handeln sowie die Übernahme individueller Verantwortung fördere und damit eine konstruktive Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung unterstütze.