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Gewalt gegen Frauen

Aktuelles

FGM Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung - eine Information des BMFSFJ.

Frau Bundesministerin Giffey hat am vergangenen Freitag den Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung vorgestellt. Er klärt über die Strafbarkeit von weiblicher Genitalverstümmelung nach deutschem Recht auf und macht deutlich, dass Eltern bis zu 15 Jahren Haft droht, wenn sie ihre Töchter nicht vor weiblicher Genitalverstümmelung schützen, auch wenn diese im Ausland erfolgt, und informiert darüber, dass in diesen Fällen auch der Verlust des Aufenthaltstitels droht.
Bei Reisen in die Herkunftsländer soll er Schutz vor gesellschaftlichem und familiären Druck zur Durchführung von weiblicher Genitalverstümmelung bieten. Durch die Unterschriften von 5 deutschen Bundesministerinnen und -ministern setzt er ein starkes Zeichen.
Der Schutzbrief hat auch präventive Funktion und kann für die Aufklärungsarbeit in Deutschland genutzt werden. Neben Aufklärung über die Strafbarkeit enthält er auch Informationen über die gesundheitlichen Folgen.
Weiterhin gibt er Auskunft darüber, wo Betroffene Hilfe und Unterstützung erhalten können. Auch das Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen ist als Anlaufstelle auf dem Schutzbrief mit aufgeführt.
Der FGM Schutzbrief kann über den Kurzlink www.bmfsfj.de/fgm-schutzbrief <http://www.bmfsfj.de/fgm-schutzbrief> abgerufen werden.
Er wird zeitnah ins Englische, Französische, Arabische und in einfache Sprachen übersetzt. Übersetzungen in afrikanische und asiatische Sprachen werden folgen. Demnächst werden auch Druckfassungen des Schutzbriefs auf der Seite des BMFSFJ bestellbar sein.

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Handzeichen: Hilfe – Häusliche Gewalt!
Unser Hilfsangebot ist schon ziemlich gut aufgestellt. Nur wie können Frau auf ihre Not aufmerksam machen, wenn sie ständig beobachtet und kontrolliert werden?

Es gibt ein nonverbale Handzeichen, mit dem Frauen auf Fälle häuslicher Gewalt aufmerksam machen können.


Dazu können Frau nun eine Handzeichenfolge nutzen,
wie sie auf dem Bild zu sehen ist.
Es ist wichtig, dass viele dieses Handzeichen kennen
- also gern verbreiten!




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Gleichstellungsbeauftragte machen auf Hilfsangebote aufmerksam...

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) der kommunalen hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten Schleswig-Holsteins macht auf die herausfordernde Situation aufmerksam, die das Corona Virus und die Isolation mit sich bringen und verweist auf diverse Notfalltelefonnummern, welche in Krisenzeiten Hilfe leisten. Wenn der zwischenmenschliche Kontakt fehlt ist nicht nur Solidarität gefragt, sondern auch Rücksicht und Verständnis. Nicht immer sind die familiären Umstände so stabil, dass eine Krise wie diese bewältigt werden kann.
Hilfetelefone:
Wenn Sie Hilfe benötigen, nicht mehr weiterwissen oder sich über Ihre Situation austauschen wollen, wenden Sie sich an folgende Nummern oder an die Online- Beratungsangebote.

 
 Hilfetelefone (bundesweit)



und Kontaktdaten der Gleichstellungsbeauftragten und Hilfetelefone im Kreis Herzogtum Lauenburg

  
 Hilfetelefon (kreisweit)

 



Weitere aktuelle Mitteilungen der Kreisverwaltung zum Thema Corona (SARS-CoV-2) finden Sie unter dem Link: 
www.kreis-rz.de/corona

Kriminalstatistischen Auswertung zu Partnerschaftsgewalt 2019 des Bundeskriminalamtes
Ministerin Giffey und BKA-Chef Münch stellen Kriminalstatistische Auswertung vor…

Die Zahl von Mord und Totschlag, Sexualdelikten, Körperverletzungen oder Stalking ist in (Ex-) Paarbeziehungen im Jahr 2019 auf hohem Niveau geblieben. Die neuen Zahlen der Kriminalstatistischen Auswertung Partnerschaftsgewalt des Bundeskriminalamtes zeigen insgesamt sogar einen leichten Anstieg. 2019 wurden 141.792 Opfer von Partnerschaftsgewalt in den definierten Kategorien polizeilich erfasst, knapp ein Prozent mehr als im Jahr zuvor. Zu 81% waren Frauen betroffen und zu 19% Männer. Die Hälfte der Opfer lebte zum Tatzeitpunkt mit dem Täter oder der Täterin in einem Haushalt (50,5%).

Die detaillierte BKA-Auswertung wurde zum fünften Mal in Folge erstellt und gibt Einblick, in welchem Umfang und mit welchen Ausprägungen Gewalt in Paarbeziehungen bei der Polizei bekannt wird, welche Delikte passieren und in welcher Beziehung Täter und Opfer stehen.

Zu den BKA-Zahlen im Einzelnen:

Im Jahr 2019 wurden durch ihre Partner oder Ex-Partner insgesamt 141.792 Personen Opfer von Mord und Totschlag, Körperverletzungen, Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Bedrohung und Stalking, Freiheitsberaubung, davon knapp 81% Frauen.

Knapp 115.000 Frauen waren von Partnerschaftsgewalt betroffen. Gemessen an der Gesamtzahl weiblicher Opfer in den Bereichen Mord und Totschlag, Körperverletzung, Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Bedrohung und Stalking ist das ein Anteil von 34,5%, dagegen sind es bei den Männern 5,5%.

In 2019 wurden in Deutschland Frauen und Männer Opfer von Partnerschaftsgewalt (jeweils vollendete und versuchte Delikte) von vorsätzlicher einfacher Körperverletzung: über 69.000 Frauen, 17.800 Männer; von Bedrohung, Stalking, Nötigung: 28.906 Frauen, 3.571 Männer; von Freiheitsberaubung: 1.514 Frauen, 183 Männer; von gefährlicher Körperverletzung: knapp 12.000 Frauen, 5.169 Männer; von Mord und Totschlag: 301 Frauen, 93 Männer.

Bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung in Partnerschaften sind die Opfer zu über 98% weiblich, bei Stalking und Bedrohung in der Partnerschaft sind es 89%. Der Anteil männlicher Opfer ist bei vorsätzlicher, einfacher Körperverletzung mit 20,5% sowie bei Mord und Totschlag mit 23,6% vergleichsweise am Höchsten.
Die gesamte Auswertung des Bundeskriminalamtes finden Sie hier


Survival-Kit für Männer unter Druck
Unter den besonderen Bedingungen im Zuge der Corona-Krise kommt es vermehrt zu häuslicher Gewalt.
Hier Tipps für Männer, die für alle Menschen hilfreich sind, die schnell unter Anspannung leiden.
Corona-Krise: Survival-Kit für Männer unter Druck

"Nummer gegen Gewalt", die Männer und Frauen davor bewahren soll, selbst gewalttätig zu werden.
Es gibt nun auch eine"Nummer gegen Gewalt", die Männer und Frauen davor bewahren soll, selbst gewalttätig zu werden.
Unter der Telefonnummer 0431 260 976 48 werden Betroffenen Beratungsangebote (z.B. Therapien oder Tätertrainings) vermittelt.

Pressemitteilungen, Veröffentlichungen, Offene Briefe ...

Gesetz regelt Kostenübernahme der Spurensicherung bei sexualisierter Gewalt

Die Kosten einer vertraulichen Spurensicherung bei Verdacht auf sexualisierte Gewalt werden künftig von den Krankenkassen erstattet. Grundlage dafür ist das Gesetz für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention, das am 14. November 2019 vom Bundestag beschlossen wurde. Das Gesetz schränkt außerdem die Werbung für Schönheitsoperationen ein.
Mit dem Gesetz wird die frühzeitige Beweissicherung bei Verdacht auf Vergewaltigung oder sexuellen Missbrauch verbessert. Menschen, die zum Beispiel Opfer einer Vergewaltigung geworden sind, können somit vertraulich eine Ärztin oder einen Arzt, ein Krankenhaus oder eine darauf spezialisierte Einrichtung aufsuchen und Spuren sicherstellen lassen, bevor sie sich an die Polizei wenden. Diese Leistungen können mit den Krankenkassen abgerechnet werden, ohne dass die untersuchte Person von der Krankenkasse identifiziert werden kann.
Außerdem wird Werbung für Schönheitsoperationen, die sich überwiegend oder ausschließlich an Kinder und Jugendliche richtet, verboten. Das betrifft auch Werbung in sozialen Netzwerken. Das Gesetz tritt am 1. März 2020 in Kraft. Es bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates.



NO STALK APP:

Mit der von der Weißer Ring Stiftung entwickelten App zur direkten und schnellen Dokumentation von Stalkinghandlungen (Fotos, Videos, SMS, Whats-App, Sprachnachrichten, ...) auf dem Smartphone, werden Betroffene darin unterstützt, juristisch erfolgreich gegen Stalker vorgehen zu können. Die App besteht neben dem Dokumentationsmodul auch aus einem Informationsmodul sowie einem Notfallbutton und einer Helpline.
hier: der Link direkt zur App mit allen Informationen und einem Erklärvideo.


Pressmitteilung zur Vollversammlung der LAG der hauptamtlihen kommunalen Gleichstellungs- und Frauenbeauftragten S.H. am 12.02.2019 in Pinnebrg zur "Istanbul-Konvention" hier:
Der Deutsche Justizinnenbund (djb) hat dazu auf der Homepage weitere Info´s.
 
Schutzbrief gegen weibliche Genitalverstümmelung hier