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Zulassungsbehörde

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Vaterschaftsanerkennung

Nr. 99133001026000

Der Fachdienst Amtsvormundschaft, Beistandschaft, Kinderschutz und Betreuung bietet Ihnen folgende Dienstleistungen an:

Fachgebiet Beistandschaft:

  • Beratung, Berrechnung und Beistandschaft zum Thema Kindesunterhalt
  • Beurkundung von Vaterschaftsanerkennung, Sorgeerkärung und Kindesunterhalt
  • Auskünfte aus dem Sorgeregister (Negativbescheinigung)

 Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8:00-12:00 Uhr und von 14:00-16:00 Uhr, Freitag 8:00 bis 12:00 Uhr

Leistungsbeschreibung

Vater eines Kindes ist rechtlich in folgender Rangfolge der Mann,

  • der zum Zeitpunkt der Geburt mit der Mutter des Kindes verheiratet ist,
  • der die Vaterschaft anerkannt hat oder
  • dessen Vaterschaft gerichtlich festgestellt ist.

Rechtlicher Vater Ihres nichtehelichen Kindes können Sie daher werden, indem Sie die Vaterschaft anerkennen. Das ist allerdings nicht möglich, solange noch die rechtliche Vaterschaft eines anderen Mannes besteht.

Die Anerkennung der Vaterschaft ist schon vor der Geburt des Kindes zulässig. Sie bedarf der Zustimmung der Mutter und in besonderen Fällen auch des Kindes oder weiterer Personen. Die Anerkennung und die Zustimmung müssen öffentlich beurkundet werden.

Liegen die Urkunden über die Anerkennung der Vaterschaft und die Zustimmung zur Anerkennung schon vor der Beurkundung der Geburt durch das Standesamt vor, wird der Vater wie bei verheirateten Eltern von Anfang an mit im Geburtenbuch und in der Geburtsurkunde eingetragen. Bei einer späteren Anerkennung werden  Geburtenbuch und Geburtsurkunde nachträglich ergänzt.

Welche Gebühren fallen an?

Die Beurkundung ist gebührenfrei, allerdings können bei der Beurkundung durch das Amtsgericht und durch eine Notarin/Notar Auslagen anfallen.

Rechtsgrundlage

§ 1592, 1594 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)

Was sollte ich noch wissen?

Haben Sie die Vaterschaft wirksam anerkannt und sind Sie damit rechtlicher Vater Ihres Kindes, so entstehen automatisch Unterhalts- und Erbansprüche sowie das Recht auf Umgang. Auch können Sie von der Mutter verlangen, dass Sie Ihnen Auskunft über die persönlichen Verhältnisse Ihres Kindes erteilt, soweit dies nicht seinem Wohl widerspricht.

Das (Mit-)Sorgerecht steht Ihnen jedoch erst zu, wenn Sie und die Mutter des Kindes erklären, dass Sie die elterliche Sorge gemeinsam übernehmen wollen (Sorgeerklärungen). Wenn Sie die Vaterschaft beim Jugendamt oder einer Notarin/einem Notar anerkennen, können Sie zugleich auch Sorgeerklärungen abgeben.

  • Falls die Mutter verheiratet und bei der Geburt bereits ein Scheidungsverfahren anhängig ist, kann die Vaterschaft mit Zustimmung der Mutter und des Ehemannes auch von einem anderen Mann anerkannt werden. Diese Vaterschaftsanerkennung wird dann allerdings erst mit Rechtskraft der Scheidung rechtswirksam.
  • Falls Sie als Eltern eine ausländische Staatsangehörigkeit besitzen oder besaßen, sollten Sie sich vor der Vaterschaftsanerkennung über evtl. weitere vorzulegende Unterlagen sowie rechtliche Besonderheiten erkundigen.
  • Nach deutschem Recht wird durch die Vaterschaftsanerkennung nicht gleichzeitig die gemeinsame Sorge der Eltern begründet. Falls Sie diese wünschen, muss beim zuständigen Jugendamt eine Sorgeerklärung abgegeben werden. Auch diese Erklärung kann bereits schon vor der Geburt des Kindes abgegeben werden. Für Eltern mit Wohnsitz im Kreis Stormarn befindet sich das Jugendamt in Bad Oldesloe. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Jugendamtes: http://www.kreis-stormarn.de/kreis/fachbereiche/jugend/rechtliche_interessen.htm

Welche Unterlagen werden benötigt?

für die Anerkennungserklärung des Vaters:

  • eigener Personalausweis oder Reisepass,
  • eigene Geburtsurkunde (nur im Zusammenhang mit einem Aufenthaltsstatus)
  • Geburtsurkunde des Kindes (nach der Geburt) bzw. Nachweis des voraussichtlichen Geburtsdatums (vor der Geburt, z. B. durch den Mutterpass)

für die Zustimmungserklärung der Mutter:

  • eigener Personalausweis oder Reisepass,
  • eigene Geburtsurkunde (nur im Zusammenhang mit einem Aufenthaltsstatus)
  • sofern die Zustimmung nachträglich erklärt wird: Anerkennungserklärung des Vaters in beglaubigter Abschrift: und Geburtsurkunde des Kindes (nach der Geburt) bzw. Nachweis des voraussichtlichen Geburtsdatums (vor der Geburt, z. B. durch den Mutterpass)

Sofern weitere Personen der Vaterschaftsanerkennung zustimmen müssen, benötigen diese ebenfalls ihren Personalausweis oder Reisepass.

Im Einzelfall können weitere Unterlagen notwendig sein. Wenden Sie sich bei Bedarf vorab an die beurkundende Stelle

An wen muss ich mich wenden?

  • Sie können sich nach Ihrer Wahl wenden an das Jugendamt in Ihrem Kreis oder in Ihrer kreisfreien Stadt,
  • das Standesamt Ihrer Gemeinde, Ihres Amtes, Ihrer Stadt,
  • das Amtsgericht oder
  • eine Notarin/einen Notar.