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Kommunalhygiene und Infektionsschutz

Es werden Ihnen folgende Dienstleistungen angeboten:

Belehrung für Lebensmittelpersonal ("Gesundheitszeugnis")

Hygienische Überwachung von Einrichtungen des Gesundheitswesens

Das Gesundheitsamt hat vielfältige Aufgaben in der Kommunalhygiene. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Beratung und Überwachung der Einrichtungen des Gesundheitswesens und der Kindergemeinschaftseinrichtungen des Kreisgebiets.

Diese Aufgaben sind im Infektionsschutzgesetz festgeschrieben. Die Liste der Einrichtungen, die der hygienischen Überwachung durch das Gesundheitsamt unterliegen. ist lang. Dies sind u.a.:

  • Krankenhäuser
  • Einrichtungen für ambulantes Operieren
  • Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt
  • Dialyseeinrichtungen
  • Tageskliniken
  • Entbindungseinrichtungen
  • Arztpraxen, Zahnarztpraxen
  • Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe
  • Alten- und Pflegeheime (Einrichtungen nach § 1 Absatz 1 bis 5 des Heimgesetzes)
  • Gemeinschaftsunterkünfte für Asylbewerber, Spätaussiedler und Flüchtlinge
  • Einrichtungen, in denen überwiegend Säuglinge, Kinder oder Jugendliche betreut werden, insbesondere Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Kinderhorte, Schulen oder sonstige Ausbildungseinrichtungen, Heime, Ferienlager und ähnliche Einrichtungen.

  Vorort-Begehungen

In unterschiedlichen Abständen, die durch das mögliche Infektionsrisiko, das in den jeweiligen Einrichtungen für ihre Patienten und Nutzer besteht, begründet sind, führt das Gesundheitsamt Vorort-Begehungen durch.
Hierbei werden unter anderem die hygienerelevanten Arbeitsabläufe, die Hygienepläne und die baulich-funktionelle Gegebenheiten aus infektionshygienischer Sicht überprüft.

In Krankenhäusern und Einrichtungen für ambulantes Operieren werden darüber hinaus die Daten

  • zur Erfassung und Bewertung von Krankenhausinfektionen,
  • zum Auftreten von Bakterien mit speziellen Resistenzen und Multiresistenzen gegen Antibiotika
  • und des Antibiotikaverbrauchs

nachvollzogen.

Auch Beschwerden von Patientinnen, Patienten oder Angehörigen über Hygienemängel in den oben genannten Gesundheitseinrichtungen können zur Hygieneüberprüfung der betroffenen Einrichtung führen.

Aktuelle Information zum HALT-2-Projekt finden Sie hier.


Ihr Ansprechpartner:

Frau Dr. Butt

Fachdienst Gesundheit

Barlachstraße 4
23909 Ratzeburg

Dokumente

Meldewesen für übertragbare Krankheiten

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) erfasst in § 6 und § 7 alle in Deutschland meldepflichtigen übertragbaren Krankheiten und Krankheitserreger. Die Spannbreite der Krankheiten ist weit; sie reicht von Lebensmittelinfektionen, hervorgerufen beispielsweise durch Salmonellen, über Virusinfektionen wie die verschiedenen Hepatitiden A bis E bis hin zu Meningitis und Tuberkulose. Auch Masern, Typhus, EHEC-Infektionen, Cholera, Pest, Tollwut, Botulismus und andere Infektionserkrankungen und – erreger sind meldepflichtig.

Die Erkrankungen sind dem Gesundheitsamt gegenüber anzuzeigen. Die zur Meldung verpflichteten Personen sind in § 8 IfSG aufgeführt.

Wenn eine Verbreitung der Erkrankungen und Ansteckungsgefahren für die Bevölkerung zu befürchten sind, führt das Gesundheitsamt die Ermittlungen durch. Recherchiert werden dann beispielsweise der Erkrankungsbeginn und -verlauf, alle Kontaktpersonen sowie die Erkrankungsursache.
Das Gesundheitsamt bietet den betroffenen Bürgern ausführliche Beratungen zu Hygiene- und sonstigen Verhaltensmaßnahmen. Es legt darüber hinaus die nach seinen Ermittlungen erforderlichen Maßnahmen fest. Diese können in medizinischen Untersuchungen der Betroffenen oder ihres sozialen Umfeldes bestehen, zu Impfungen oder antibiotischer Therapie führen und im Einzelfall bis hin zu einem beruflichen Tätigkeitsverbot oder einer Quarantäne reichen.

Das Gesundheitsamt übermittelt wöchentlich die eingegangenen Meldungen an das Kompetenzzentrum für das Meldewesen übertragbarer Erkrankungen in Kiel. Von dort geht der Datentransfer weiter zum Robert Koch-Institut nach Berlin, wo alle Informationen bundesweit zusammengeführt und ausgewertet werden.


Infektionsschutzmeldungen können täglich und rund um die Uhr dem Gesundheitsamt per Fax unter der Nummer 04541/888-259 übermittelt werden. 

Das Meldeformular finden Sie hier

Tuberkulosefürsorge

Die Tuberkulose ist weltweit verbreitet. Etwa zwei Milliarden Menschen – ein Drittel der Menschheit – sind mit dem Tuberkuloseerreger infiziert. Etwa 1,7 Millionen Menschen sterben jährlich an der Tuberkulose, obwohl sie gut behandelbar ist.
Damit ist die Tuberkulose heute die weltweit häufigste zum Tode führende Infektionskrankheit bei Jugendlichen und Erwachsenen. Dies zeigt, dass die Tuberkulose ein großes Problem der armen Länder dieser Welt ist. Dort wird, wie beispielsweise in Afrika, durch die Koinfektion mit HIV, aber auch durch Armut, schlechte medizinische Versorgung, Krieg und Migration, der Tuberkulose Vorschub geleistet.

Auch in Europa ist die Lage in einigen Regionen besorgniserregend. In Osteuropa breitet sich die Erkrankung weiter aus. Neben den, durch die politischen Umwälzungen geförderten, drastisch gestiegenen Fallzahlen, ist das Auftreten der gegen die üblichen Tuberkulosemedikamente resistenter und multiresistenter Bakterien dort alarmierend. Dies ist, vor dem Hintergrund immer offenerer Grenzen, auch für Deutschland besorgniserregend.

Obwohl die Fallzahlen in Deutschland weiter zurückgehen, gibt es keinen Grund zur Entwarnung.
Die oben geschilderten Tendenzen bedrohen auch hier die öffentliche Gesundheit. Zudem ist die Tuberkulose immer noch ein zum Teil erhebliches Problem in sozialen Randgruppen unserer Gesellschaft. Ein besonderes Risiko, an einer Tuberkulose zu erkranken, haben Kontaktpersonen zu Menschen mit offener Lungentuberkulose. Personen, die an das Immunsystem schwächenden Erkrankungen leiden, die drogenabhängig, obdachlos oder arm sind, erkranken häufiger an Tuberkulose. Tuberkulose ist darüber hinaus in Deutschland besonders häufig bei Menschen anzutreffen, die aus Ländern kommen, in denen die Tuberkulose noch sehr verbreitet ist.
Im Jahr 2007 erkrankten hier gut 5000 Menschen an Tuberkulose, gut 200 Menschen starben daran. Auch in Deutschland nehmen die Resistenzen zu.

Als wesentliche Ursachen für den Rückgang der Tuberkulose in Deutschland sind das Einführen der speziellen Antibiotikatherapie in den 50er Jahren und eine gute Kontrolle der Tuberkulose durch die Gesundheitsämter zu nennen.
Dem Gesundheitsamt kommt bei der Tuberkulosebekämpfung, neben den behandelnden Ärzten, eine besondere Bedeutung zu. Nur das Gesundheitsamt verfügt über die nötigen gesetzlichen Mittel und den so geschaffenen Überblick, um

  • Kontaktpersonen zu ermitteln und die erforderlichen Untersuchungen zu veranlassen,
  • Ansteckungsquellen aufzuspüren,
  • Frischinfizierte zu erfassen,
  • vorbeugende Maßnahmen zu veranlassen,
  • Folgefälle frühzeitig zu entdecken,
  • Infektionsketten zu unterbrechen.

Das Kreisgesundheitsamt hat ein Merkblatt zur Tuberkolose erarbeitet, dass Sie hier finden.


Ihre Ansprechpartnerin im nördlichen Kreisgebiet

Frau Brodthagen

Fachdienst Gesundheit

Barlachstraße 4
23909 Ratzeburg

Ihre Ansprechpartnerin im südlichen Kreisgebiet

Frau Bartsch

Fachdienst Gesundheit

Otto-Brügmann-Straße 8
21502 Geesthacht