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Datum: 17.10.2013

» ... und da mußte ich immerzu fegen!«

Schüler der Schule Steinfeld berichten vom Praktikum in Betrieben.

Auf der letzten Regionalkonferenz der Projektgruppe „Übergang - Schule -Beruf“ in der Schule Steinfeld erzählten Schülerinnen und Schüler aus den Werkstufen-Klassen von ihren Erfahrungen im Praktikum. Anschließend fand ein reger Austausch zur Thematik statt.

Ein Tag auf dem Flughafen Blankensee im Bereich der Gepäckverladung begeisterte den Schüler Jan-Niklas (16 Jahre) von der Schule Steinfeld, der schon immer Flugzeuge sammelte und die verschiedenen Typen und ihre Kennzeichen genauestens beschreiben kann.

 Nicht immer sind die Aufgaben so, wie sich die Praktikanten die Arbeitswelt vorstellen. So beschrieb eine Schülerin, dass sie eine Tätigkeit im Einzelhandel nicht mehr anstrebt. Einräumen und ausfegen seien nicht ihre Lieblingsbeschäftigungen.

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung hat gemeinsam mit dem Ministerium für Bildung und Wissenschaft und der Regionaldirektion Nord der Agentur für Arbeit Anfang 2011 das Modellprojekt "Übergang Schule-Beruf" in Schleswig-Holstein ins Leben gerufen.

Dieses Angebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Förderzentren im Kreisgebiet mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung sowie dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung.

Schülerinnen und Schüler mit einem Förderbedarf „geistige Entwicklung“  haben bei Teilnahme am Projekt „Übergang-Schule-Beruf“ (ÜSB) die Möglichkeit, Arbeit dort  kennen zu lernen, wo andere Menschen auch arbeiten. Die Regionalkonferenz beschäftigte sich mit den Voraussetzungen für einen gelingenden Übergang ins Arbeitsleben. Viele Menschen mit Behinderung arbeiten in einer speziellen Werkstatt für diesen Personenkreis. Das Projekt ÜSB strebt an, im Sinne einer „inklusiven Arbeitswelt“ Alternativen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu suchen bzw. Unterstützung im Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung bekannt zu machen.

Ziel ist, die richtige Entscheidung für die Zukunft zu treffen, ob z.B. die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) oder der allgemeine Arbeitsmarkt in Frage kommen. Das Projekt läuft bis zum 30.06.2014.

Die Regionalkonferenz der Projektgruppe „Übergang - Schule -Beruf“ erarbeitete in Arbeitsgruppen Hinweise und Forderungen für „Veränderungen für den Erfolg“ des Projektes. So besteht weiterhin ein großes Interesse an Vernetzung, die den Betroffenen eine Unterstützung bietet, die nach der Schulentlassung nicht abreissen sollte.

Ehrliche Rückmeldungen der Betriebe, personelle Ressourcen für Austausch und Beratung  der verschiedenen Fachkräfte und eine Offenheit für ein Ausprobieren ohne Druck in eine bestimmte Richtung wurden als Voraussetzungen genannt.

Als Projektkoordinatorin steht bei der Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg für Fragen zum Projekt „Übergang - Schule -Beruf“

Frau E. Dittmer

Fachdienst Eingliederungs- und Gesundheitshilfe
Dipl.-Sozialpädagogin

Meiereistr. 3
21493 Schwarzenbek

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