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Das Pirschbachtal

Auch das Projekt Pirschbachtal wird mit Hilfe eines Flurbereinigungsverfahrens umgesetzt. Das Verfahrensgebiet ist ca. 260 ha groß, das eigentliche Projektgebiet ca. 70 ha. Ein Privateigentümer bringt weitere zusätzlich ca. 20 ha ein. Zukünftiger Träger nach Beendigung des Verfahrens soll die Stiftung Herzogtum Lauenburg sein, die ihren Sitz in Mölln hat. In Zusammenarbeit mit den örtlichen Trägern des Naturschutzes soll so die Zukunft des Projektes gesichert werden.

Schon jetzt wird das Projekt von einer Arbeitsgruppe begleitet, in der die örtlichen Akteure fachlich beraten. Neben dem NABU und dem BUND, die auch Flächen im Pirschbachtal besitzen, sind dies der WWF, die Stadt Mölln, der Gewässerunterhaltungsverband, die Stiftung Herzogtum Lauenburg, das Amt für ländliche Räume und der Kreis selbst.

Ein Großteil der Flächen wurden von den Eigentümern erworben oder als Ausgleich in das Verfahren eingebracht. Von den restlichen Flächen wurde der größte Teil langfristig mit dem Endziel Naturschutz angepachtet, einige Flächen werden noch verhandelt.

Gemeinsam mit ortsansässigen Landwirten, mit denen in der Sache variable Pachtverträge geschlossen wurden, und der Arbeitsgruppe wird aufgrund der im Vorjahr gemachten Erfahrungen das extensives Weidekonzept weiter entwickelt und umgesetzt. So werden insbesondere Weidezeitraum und Besatzdichte gemeinsam festgelegt. Der Pachtzins richtet sich nach den Nutzungsmöglichkeiten. Ziel ist, dass sich das Projekt nach der Investitionsphase finanziell trägt.

Die Resonanz der jetzt ehemaligen Eigentümer war äußerst positiv, da hier ein Naturschutzprojekt in das örtliche Naherholungswegenetz eingebunden werden soll, darüber hinaus aber auch der Attraktivitätssteigerung des Tourismusangebotes. Naturschutzgelder finanzieren den größten Teil des Wanderwegebaus. Die Stadt Mölln übernimmt später das Eigentum und die Unterhaltung.

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© 2003 Kreis Herzogtum Lauenburg