Inhalt

Ablauf

Ablauf mit Zeiten und Programmpunkten

ab 8.00 Uhr Eintreffen
8.30 Uhr – 9.45 Uhr Grußworte
Impulsvortrag Aufwachsen mit Medien
9.45 Uhr – 11.45 Uhr Workshops
11.45 Uhr – 12.45 Uhr Mittagspause
12.45 Uhr – 14.45 Uhr
Workshops
14.45 Uhr – 16.00 Uhr

Ausstellung Das digitale Kinderzimmer

Impuls „Aufwachsen mit Medien“

Von der digitalen Audiobox über das Kinder-Tablet bis hin zur vernetzen Sprachassistentin – schon Kleinkinder wachsen mit einem großen Repertoire an digitalen Medien auf.

Mal werden sie gemeinsam mit den Eltern und Geschwistern genutzt, mal ganz allein. Sie dienen zur Unterhaltung, Informationsvermittlung oder Kommunikation.

Doch ab wann sollten Kinder digitale Medien überhaupt nutzen dürfen? Welche Kompetenzen brauchen sie hierfür? Was sind kindergerechte Medien und was ist ein gutes Maß an Mediennutzungszeit?

Der Impuls gibt einen Einblick in das Aufwachsen mit Medien – die Chancen und Risiken für die Kinder sowie die Handlungsmöglichkeiten für die Kita.

Sabine Eder, Geschäftsführerin des Blickwechsel e.V. und Vorsitzende der GMK – Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur

Die Workshops

1) Medien in der Kita: Wie kann das gelingen?
Dr. Benjamin Strobel, Aktion Kinder- und Jugendschutz Schleswig-Holstein e.V.

Medien sind Teil kindlicher Lebenswelt und gehören damit auch in die Kita. Viele Fachkräfte stellt das jedoch vor Herausforderungen: Wie lässt sich das Thema sinn- und maßvoll aufgreifen? Welche Gefahren gibt es und wie kann ich ihnen begegnen? Welche Chancen sollte ich nutzen? Gibt es Medien, die auf jeden Fall in die Kita gehören?
Um diese Fragen zu beantworten, hilft es, in der Kita eine gemeinsame Haltung zur Medienerziehung der Kinder, Ideen für die Umsetzung und zentrale Ziele zu entwickeln.
Im Workshop erhalten die Teilnehmenden Anregungen für das eigene Vorgehen.

2) Medienfiguren und ihre Bedeutung für Kinder
Mareike Thumel, Blickwechsel e.V.

Ob sprechende Hunde, Kinder mit Superkräften oder einen coolen Tänzer: Medienfiguren faszinieren Kinder und gehören ganz selbstverständlich zum kindlichen Alltag. Dabei steht die Frage nach der Bedeutung der Figuren für die Kinder im Zentrum des Workshops. Gemeinsam erproben die Teilnehmehmenden, wie sie mit den Kindern über ihre Medienfiguren ins Gespräch kommen, wie sie Eltern und Fachkräfte für die Bedeutung der Medienfiguren sensibilisieren und wie sie in der Praxis, auch ganz ohne den Einsatz von digitalen Medien, mit Medienfiguren arbeiten können.

3) Psst, bitte leise sein: Digitaler Zuhörspaß
Stephanie Landa, www.audiyou.de 

Über den Hörsinn erleben Kinder ihre Umwelt ganz neu – das gilt auch für ihre Kita. Geräusche, Klänge und Stimmen stecken voller Überraschungen: „Was war denn das?" Man muss schon genau zuhören und gemeinsam überlegen, was dahintersteckt. In dem Workshop erstellen die Teilnehmenden mithilfe des Internetportals AUDIYOU ein Hörrätsel. Das macht nicht nur Spaß, sondern ist auch noch einfach und sofort in der Kita umsetzbar.

4) MedienCheck – Von der Bücherecke bis zum Kita-Tablet
Anita Kammerer, Offener Kanal Schleswig-Holstein (AöR)

Welche Methode passt zu uns? Zur Gruppe, zur Vorbildung der Fachkräfte, ihrer Motivation, dem Einrichtungskonzept und der technischen Ausstattung der Kita? Der MedienCheck zeigt auf, was geht und benennt Themen, die es vorab zu klären gilt, zum Beispiel Medienzeiten und Datenschutz. Der MedienCheck zeigt außerdem die kreative Kür zwischen App-Tanz, Trickfilm und Mini-Coding und mündet in ganz konkreten Methodenkarten. Im Workshop können die Teilnehmer*innen vieles selbst ausprobieren.
Der MedienCheck ist ein laufendes Projekt, bei dem Kitas vor Ort in ganz Schleswig-Holstein - je nach Qualifikation und Ansatz - ein individuell zusammengestelltes kleines Medienkonzept erhalten und erproben. Er dient der Mediengestaltung und -reflexion in U3- und Elementargruppen.

5) Medien in der Familie – mit Eltern ins Gespräch kommen
Nina Jeske und Waltraud Glahn, Familienberatung Ratzeburg

Wo und wie nehmen Sie als Fachkraft wahr, dass es einen womöglich kritischen oder aus pädagogischer Sicht nicht förderlichen Umgang mit Medien in der Familie eines KiTa-Kindes gibt und wie können Sie darauf reagieren, wie mit den Eltern ins Gespräch gehen, was können Sie anbieten? Wie können Sie Eltern für einen Austausch und ggf. für Veränderungen gewinnen und wie können Sie einen gesunden Umgang mit Medien in der Familie anregen und fördern.

All dies und auch Themen, die Sie in diesem Spektrum ansonsten bewegen, wollen wir in diesem Workshop mit Ihnen auf dem Hintergrund Ihrer und unserer Erfahrungen reflektieren und uns mit Hilfe verschiedener Methoden ausprobieren.

Ausstellung „Das digitale Kinderzimmer“

Ob Töpfchen mit Tablet-Halterung, „sprechende“ Zahnbürste oder Smartwatch – der Markt der interaktiven und vernetzten Spielzeuge hat auch die Jüngsten als Zielgruppe im Visier. Dies geschieht einerseits über Geräte, die der Kontrolle und Überwachung dienen und Eltern das Gefühl von Sicherheit geben oder zumindest suggerieren. Auf der anderen Seite sind es Spielzeuge, die zeitgerechte und lebensweltorientierte Spielerfahrungen und Lernpotenziale versprechen.

Die Ausstellung „Das digitale Kinderzimmer – Von der Spielware zur Spielwarnung?!“ zeigt einige Beispiele auf. Gemeinsam kann ausprobiert, aber auch diskutiert werden: Ist das alles Quatsch? Welche Möglichkeiten bieten digitale Spiel- und Lernangebote, welche Bildungspotenziale können sich daraus ergeben? Und welchen Preis bezahlen wir bzw. unsere Kinder dafür: Datenschutz, pädagogische Intervention und Jugend(medien)schutz sind Kernfragen, die anhand der erfahrbaren Ausstellung erörtert werden.
Der Aktionsraum „Das Digitale Kinderzimmer“ wurde von der Fachgruppe „Kita“ der GMK-Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur und dem Blickwechsel e.V. entwickelt.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.bpb.de/lernen/medienpaedagogik/big-data-kinder-und-jugendbildung/287050/digitales-kinderzimmer-medienkritisch-betrachtet-aktionsraum-fuer-kinder-und-eltern/