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Impulsvortrag zu den gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen sich der NSU organisierte und radikalisierte

In ihrem Vortrag stellt Leonie Dellen zentrale Ergebnisse ihres Forschungsprojekts zur Jugendsozialarbeit in Jena während der Wende- und Transformationszeit vor. Im Fokus stehen die Perspektiven von Betroffenen rechter Gewalt und die Frage, welche Erfahrungen im Konzept der damaligen Jugendarbeit häufig unberücksichtigt blieben. Der Vortrag beleuchtet die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen sich das spätere NSU-Kerntrio in einem Jenaer Jugendclub organisieren und radikalisieren konnte, und diskutiert die Folgen für von rechter Gewalt betroffene Menschen. Aus den historischen Erkenntnissen werden Impulse für eine rassismuskritische und demokratiestärkende Soziale Arbeit entwickelt, die Fachkräfte bei aktuellen Herausforderungen im Umgang mit Rechtsextremismus unterstützen können.

Leonie Dellen ist Historikerin und politische Bildnerin. Nach ihrem interdisziplinären Masterstudium der Geschichte und Politik des 20. Jahrhunderts an der Universität Jena arbeitete sie am Erinnerungsort Topf & Söhne in Erfurt und in der politischen Bildungsarbeit. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte liegen auf Rassismus, Antisemitismus und rechter Gewalt in Geschichte und Gegenwart. Im Rahmen des Clara-und-Eduard-Rosenthal-Stipendiums für Politische Bildung forscht sie zu den Perspektiven von Betroffenen rechter Gewalt auf die Jugendsozialarbeit in Jena während der Wende- und Transformationszeit.