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Findbuch Gut Niendorf/Goldensee
Gutsgeschichte, Archivbestand
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Zur Geschichte des Guts

Zum Allodialgut Niendorf am Schaalsee gehören der Meierhof Goldensee, der Hof Niendorf und einTeil des Schaalsees, genannt der
Niendorfer Binnensee. Es reicht sowohl in den Zuständigkeitsbereich des Kirchspiels Seedorf als auch in den des Kirchspiels Mustin.

Bis Niendorf und Goldensee im Jahr 1571 eine gemeinsame Geschichte haben, gehörte Niendorf zunächst um 1281 der Familie von Parkentin,
später der von Zülen. Zwischen 1445 und 1546 zählt es zum Kloster Marienwohlde.
Goldensee hingegen gehörte der Familie von Bülow, wird 1429 an den Lübecker Bürger Hans Gerwer verkauft, von diesem an die Familie
von Plessen, von der es 1456 an das Kloster Marienwohlde gelangt.

Im Jahr 1571 werden beide an Lüder Lützow verkauft, 1625 an den Domprobst Hartwig von Berkenthin zu Groß Zecher, 1667 an den Landrat Johannvon Wickede,
1697 bis 1750 an den Hauptmann Gotthard von Höveln, 1763 bis 1770 an den Amtmann Makeprang, 1770 bis 1773 Amtmann Nanne, 1773 bis 1796
Jean Guillaume Schuldt. 1790 wandelt Schuldt das Allodialgut in ein Familienfideikommiss um. Bis 1830 besitzen die beiden Töchter
Charlotte Schuldt, verehelichte Walcke und später Dr. Wehber, und Johanna Schuldt, verehelichte Sieburg (gest. 1830) Niendorf und Goldensee gemeinsam. 

Zum Bestand
Der Archivbestand umfasst nach der Verzeichnung 6 Urkunden (1445-1773) und 330 Akten (v.a. 18./19. Jahrhundert).
Inhaltlicher Schwerpunkt ist vor allem die Ausübung der adeligen Gerichtsbarkeit.

Inhalt

Urkunden, Landessachen, Verordnungen

Gutsangelegenheiten  (Gutsherrschaft, Vermögen und Wirtschaft, Pacht, Grenze)

Gerichtssachen (Gerichtsverwaltung, Freiwillige Gerichtsbarkeit, Prozesse und Forderungen)

Polizei, Militär, Steuern

Landwirtschaft, Forst, Handel, Bau, Schule und Kirchen, Fürsorge