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Katastrophenschutz

Bis Anfang der 80´er Jahre beschränkte sich der Katastrophenschutz im Kreis auf Planungen zur Abwehr herkömmlicher Großschadensereignisse sowie zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit Gütern und Leistungen im Verteidigungsfall im Rahmen des Zivilschutzes.

Kernkraftwerkes Krümmel

Mit Baubeginn des Kernkraftwerkes Krümmel im Frühjahr 1979 und Beginn des Probebetriebes im September 1983 wurde eine zusätzliche spezielle Katastrophenschutzplanung für die Umgebung kerntechnischer Anlagen erforderlich.

Hierzu wurde ein Sonder-Katastrophenschutzplan erstellt, der 1981 der Öffentlichkeit bekannt gemacht wurde. Seitdem wurden wiederholt Informationsbroschüren des

 an die Bevölkerung verteilt, zuletzt im Jahre 2008. Diese gilt unverändert.

Außerdem erfolgte von Herbst 2005 bis 31. Mai 2006 eine Vorverteilung von Kaliumjodtabletten an die Haushalte im 10-Kilometer-Radius um das Kernkraftwerk.

Zur Unterbringung spezieller für den Katastrophenschutz in der Umgebung kerntechnischer Anlagen erforderlicher Ausstattung wurde von März 1981 bis Juni 1982 die Kreisfeuerwehrzentrale in Elmenhorst um einen ABC- / Strahlenschutztrakt erweitert. Parallel hierzu wurde von Januar 1980 bis Februar 1982 das Katastrophenschutzzentrum in Lauenburg gebaut.

Katastrophen- und Zivilschutz

Der grundlegende Wandel der sicherheitspolitischen Lage in Europa Ende der 80´er / Anfang der 90´er Jahre führte auch in den Bereichen Katastrophen- und Zivilschutz zu Veränderungen.  

Bis dahin hat der Bund mit Hilfe des Katastrophenschutzgesetzes, des THW-Helferrechtsgesetzes und von Verwaltungsvorschriften zur Erweiterung des Katastrophenschutzes auf bundeseinheitliche Stärken und Strukturen des Katastrophenschutzes und seiner Führungsorganisation hingewirkt.

Mit seinem neuen Zivilschutzkonzept verzichtet der Bund seit 1995 hierauf und hat frühere Fachdienststrukturen wie z. B. die des Führungs-, des Veterinär-, des Versorgungs- oder des Fernmeldedienstes aufgegeben.

Seit 1995 beschränkt der Bund sich auf die Ergänzung der nach Landesrecht im Katastrophenschutz mitwirkenden Einheiten und Einrichtungen in den Aufgabenbereichen Brandschutz, ABC-Schutz, Sanitätswesen und Betreuung durch Beschaffung spezieller Ausstattung und Finanzierung zivilschutzbezogener Ausbildungsinhalte im Rahmen einer integrierten Katastrophenschutzausbildung.

Mitwirkenden Hilfsorganisationen

Im Katastrophenschutz wirken im Kreis Herzogtum Lauenburg folgende Organisationen mit:

Die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) verstärkt den Katastrophenschutz im Verteidigungsfall, kann aber auch im Rahmen der Amtshilfe bei der täglichen Gefahrenabwehr tätig werden. Das THW stellt den Aufgabenbereich Schwere Bergung.

Ende 1994 wurde auch im Lande Schleswig-Holstein mit einer Neustrukturierung des Katastrophenschutzes begonnen. Hierzu wurde in den Jahren 1995 und 1996 eine Gefahrenanalyse durchgeführt, aufgrund deren Ergebnisse die zukünftige Gliederung und Stärke des Katastrophenschutzdienstes landeseinheitlich festgelegt wurde.

Aufgrund dieser Festlegungen wurde im April 1998 den im Katastrophenschutz des Kreises mitwirkenden Hilfsorganisationen

  • Deutsches Rotes Kreuz,
  • Arbeiter-Samariter-Bund und
  • Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

die novellierte Anerkennung zur Mitwirkung in den Aufgabenbereichen Sanitätswesen, Betreuung und Logistik durch den Landrat erteilt.

Die Mitwirkung der Feuerwehren und der Bundesanstalt Technisches Hilfswerk ist im Landeskatastrophenschutzgesetz vom 10.12.2000 geregelt.

Einheiten

Im Kreis Herzogtum Lauenburg wurden danach die folgenden Einheiten aufgestellt :

  • Aufgabenbereich Brandschutz
    27 Löschzüge
  • Aufgabenbereich ABC-Schutz
    1 Löschzug Gefahrgut
  • Aufgabenbereich Sanitätswesen
    1 Führungsgruppe 3 Sanitätsgruppen Arzt und 2 Sanitätsgruppen Transport
  • Aufgabenbereich Betreuung
    1 Führungsgruppe und 3 Betreuungsgruppen
  • Aufgabenbereich Logistik
    1 Logistikgruppe
  • Aufgabenbereich Schwere Bergung
    3 Technische Züge mit je einer Fachgruppe mit den Standorten: Ratzeburg, Mölln und Lauenburg

In diesen Einheiten stehen circa 1.000 Helfer aus dem Bereich

  • der Feuerwehren
  • des Deutschen Roten Kreuzes
  • des Arbeiter-Samariter-Bundes
  • der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft und
  • des Technischen Hilfswerkes

mit entsprechender Ausstattung für den Einsatz zur Verfügung.

Führungsorganisation

Ergänzend zur neuen Gliederung und Stärke des Katastrophenschutzdienstes wurde 1998 die Führungsorganisation zur Bewältigung von Großschadenslagen und Katastrophen neu geregelt und Ende 1998 durch eine Umorganisation der damaligen Katastrophenschutzleitung des Landrates in einen Führungsstab umgesetzt.

Aufgrund der Einführung

wurde die Führungsorganisation Ende 2003 fortgeschrieben.

Eine weitere Novellierung der Führungsorganisation steht aufgrund der vorgesehenen Einführung von sogenannten Verwaltungsstäben bevor. 

Übungen

Alle Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzdienstes führen regelmäßig Ausbildungsveranstaltungen durch und haben ihre Einsatzbereitschaft in zahlreichen Übungen und Einsätzen wie z. B. beim Elbehochwasser im August 2002 und im Juni 2013 bewiesen.

Als wesentliche Übungsereignisse sind die Landeskatastrophenschutzübungen "Krümmel´99", "Krümmel 2002" und "Krümmel 2005" zu nennen. Vor dem Übungsszenario eines Unfalles im Kernkraftwerk Krümmel haben die Länder Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und die Freie und Hansestadt Hamburg unter anderem die länderübergreifende Zusammenarbeit geübt.

Eine weitere große Übung mit dem Namen "Bahnunfall 2005" fand am 16. April 2005 auf dem ehem. Bahngelände in Geesthacht statt. An dieser Übung nahmen unter anderem alle im Katastrophenschutz des Kreises eingebundenen Einheiten und Organisationen teil.

Merkblätter und Broschüren
 

Wichtige Broschüren,Publikationen und Merkblätter erhalten Sie beim Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe .

Stand: 01.07.2006

Ihre Ansprechpartner:

Herr Erbert

Fachdienst Ordnung

Barlachstraße 2
23909 Ratzeburg


Herr Frank

Fachdienst Ordnung
Fachgebietsleitung Katastrophenschutz

Barlachstraße 2
23909 Ratzeburg


Herr Frost

Fachdienst Ordnung

Barlachstraße 2
23909 Ratzeburg


Frau N. Meyer

Fachdienst Ordnung

Barlachstraße 2
23909 Ratzeburg


Frau Tesche

Fachdienst Ordnung
Sachbearbeitung Katastrophenschutz

Barlachstr. 2
23909 Ratzeburg


Herr R. Voth

Fachdienst Ordnung
Fachdienstleiter

Barlachstraße 2
23909 Ratzeburg