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Bachelor of Arts "Public Adminstration/Allgemeine Verwaltung" - Kreisinspektoranwärter/in

Was erwartet mich?

Hinter den Berufen in der Kommunalverwaltung verbirgt sich weit mehr, als Sie vielleicht denken.

Als Kreisinspektoranwärter*in werden Sie zu Beginn Ihres dualen Studiums in ein Beamtenverhältnis auf Widerruf berufen.  Im Beamtenverhältnis führen Sie eine soganannte Dienstbezeichnung: eben die als Kreisinspektoranwärter*in. Als Kreisinspektor*in haben Sie abwechslungsreiche Aufgabenbereiche mit viel Kontakt zu Menschen, flexible Arbeitszeiten sowie aussichtsreichen Perspektiven für die Zukunft.

Ihre Tätigkeit nach Ende des dualen Studiums erfordert ein hohes Maß an Verantwortung, Engagement und Fingerspitzengefühl im Umgang mit den Bürgerinnen und Bürgern.

Ein Arbeitsplatz in der Verwaltung ist eben mehr als nur ein Job.

Das mittlere Management?

Mit dem dualen Studium schlagen Sie einen Berufsweg in das mittlere Management einer Verwaltung ein.

Kommunizieren, Organisieren, Entscheiden, Leiten. So könnte man die wichtigsten Tätigkeiten umschreiben. Dazu gehören zum Beispiel: Gespräche und Schriftwechsel mit Bürger*innen, interne Dienstbesprechungen, Telefonate, Erarbeiten von Problemlösungen, Leitung oder Mitarbeit in Projektgruppen, Teilnahme an Sitzungen, der Vortrag vor einem politischen Gremium, Fertigen von Stellungnahmen der Behörde, Verhandlungen über Grundstücksverkäufe, Fertigen von Bescheiden im Sozialrecht und vieles mehr. Kaum ein anderer Beruf ist so interessant und vielseitig.

Wenn Sie gute Leistungen zeigen, steht Ihnen die Tür zur Übernahme von Leitungs- und Führungsaufgaben offen.

Im öffentlichen Dienst gibt es zudem umfangreiche Regelungen über Beurlaubungen oder Teilzeitarbeit aus familiären Gründen. Beruf und Familie lassen sich daher so gut miteinander vereinbaren wie in kaum einem anderen Berufsfeld.

Die Kommunalverwaltung - ein modernes Dienstleistungsunternehmen?

Die Kommunen sind Dienstleister für ihre Bürger*innen. Noch auf Jahre hinaus wird die Modernisierung der Verwaltung das mittlere Management in den Kommunen fordern. Insbesondere der Prozess der Digitalisierung der Verwaltungsdienstleistungen ist hier eines der zentralen Themen.

Darüber hinaus geht es darum, die Verwaltung unter den Gesichtspunkten der Bürgernähe und der Betriebswirtschaft neu zu strukturieren und durch den Abbau von Entscheidungsebenen mehr Verantwortung auf die Mitarbeiter*innen zu übertragen. Hierfür formt man große Organisationseinheiten in kleinere mit eigener Finanzverantwortung um (Budgetierung). Schließlich führt die Verwaltung geeignete Instrumente wie z.B. die Produktbildung und die Kostenrechnung ein, um eine ständige betriebswirtschaftliche Steuerung und Leistungskontrolle zu ermöglichen. 

Wo kann ich später arbeiten?

Nach dem Studium werden Sie in der Regel in der Kreisverwaltung in ein Beamtenverhältnis übernommen. Ihr Abschluss ermöglicht es Ihnen jedoch,  in jeder anderen Kommunalverwaltung im gesamten Bundesgebiet zu arbeiten.

Ebenso könnten die staatlichen Verwaltungen von Bund und Ländern, aber auch die EU, ein interessantes Betätigungsfeld für Sie sein. Universitäten, Kirchen, Arbeitgeberverbände, Gewerkschaften und ähnliche Einrichtungen suchen ebenso wie z.B. Rundfunkanstalten junge Menschen mit entsprechender Ausbildung.

Sie sehen, es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, sich nach dem Studium zu verwirklichen.

Wie sehen meine Auffstiegsmöglichkeiten in der Verwaltung aus ?

Nach Ihrem Studium werden Sie in der Regel in der Kreisverwaltung in ein Beamtenverhältnis übernommen. Der demografische Wandel ermöglicht es Ihnen, bei entsprechendem Engagement schnell in höhere Besoldungsgruppen aufzusteigen.  Wenn Sie hier gute Leistungen zeigen, steht Ihnen die Tür zur Übernahme von Leitungs- und Führungsaufgaben offen.

Wie ist der Studienablauf ?

Das Studium erfolgt im Rahmen eines Vorbereitungsdienstes in einem Beamtenverhältnis auf Widerruf. Es dauert drei Jahre, wobei Sie die praktischen Zeiten in den Fachdiensten der Kreisverwaltung und die theoretischen Zeiten an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz bei Kiel absolviert.

VFHEingangsbereich
VFHGebäude
VFHAppartementpark
Eingangsbereich Seitenansicht Appartementpark

Das Studium ist wie folgt gegliedert.

Einführungszeit:

Die Ausbildung als Kreisinspektoranwärter*in beim Kreis Herzogtum Lauenburg beginnt mit einer 2-wöchigen Einführungszeit in der Kreisverwaltung. Dabei soll das Kennenlernen der Behördenstruktur, die Aufgaben der Kreisverwaltung und die Arten der Verwaltungstätigkeit im Vordergrund stehen. Außerdem soll der Einstieg in die theoretische und praktische Ausbildung (Studium) erleichtert werden.

Theorietrimister:

Nach der Einführungszeit wird die Ausbildung mit dem Grundstudium an der Fachhochschule für Verwaltung und Dienstleistung in Altenholz fortgesetzt. Nach diesem gewährleistet der Wechsel von Theorie- und Praxistrimestern im Hauptstudium eine enge Verzahnung theoretischer und praktischer Studieninhalte.

Die Studieninhalte werden in interdisziplinär gegliederten Modulen vermittelt. Module bilden abgeschlossene Lerneinheiten, die zu einem Kompetenzzuwachs führen.

Die Inhalte orientieren sich an folgenden fünf Studienfeldern, die den Prozess der Dienstleistungserstellung der öffentlichen Verwaltung abbilden:

  1. Rechtliche und methodische Grundlagen des Verwaltungshandelns
  2. Rahmenbedingungen für die öffentliche Verwaltung
  3. Gestaltung und Steuerung der Verwaltung
  4. Bereitstellung und Verwendung von Verwaltungsressourcen
  5. Leistungsseite der öffentlichen Verwaltung

Im Rahmen des Studiums sind 23 Module (inklusive 3 Praxismodule) erfolgreich zu absolvieren. Hierzu kommen als Modulprüfungen folgende Leistungsnachweise in Betracht:

  • Klausur
  • Prüfungsgespräch
  • Hausarbeit
  • Projektarbeit
  • Seminararbeit und Präsentation
  • Bachelor-Thesis

Praxistrimester:

Die Praxistrimester sind integraler Bestandteil des dualen Studiengangs und dienen dem Erfahrungslernen aus der Praxis. Insbesondere soll hierbei auf der Basis des in den Theorietrimestern erworbenen Grundlagenwissens, Fähigkeiten der Wissensanwendung und praktischen Erfahrungen vermittelt und die Bearbeitung konkreter Verwaltungsproleme im angestrebten Berufsfeld ermöglicht werden. Ein Praxistrimester ist mit einer Praxisarbeit abzuschließen.

In den insgesamt drei Praxismodulen erfolgen Einsätze in verschiedenen Fachdiensten der Kreisverwaltung Herzogtum Lauenburg durch erfahrene Praxistrainer*innen.

Mit dem Bestehen dieser Prüfungen wird dann der Bachelorgrad Bachelor of Arts - Public Administration - verliehen.

Für die Zeit an der Fachhochschule in Altenholz ist das Anmieten einer Wohnung oder eines Zimmers empfehlenswert. Eine Möglichkeit direkt neben der Fachhochschule bietet der Apartmentpark Kiel-Altenholz.  Aufgrund der hohen Nachfrage sollten Sie sich bei einer Einstellungszusage schnellstmöglich um eine geeignete Wohnung oder ein Zimmer kümmern.

Was verdiene ich ?

Bereits vom ersten Tag des Studiums an erhalten Sie Anwärterbezüge und stehen damit finanziell auf eigenen Beinen. Da die Ausbildung im Beamtenverhältnis absolviert wird, erhalten Sie als Kreisinspektoranwärter*in an Stelle einer Ausbildungsvergütung sogenannte Anwärterbezüge. Daneben können sich aufgrund der Familienverhältnisse Zuschläge ergeben. Einen Überblick über die möglichen Bezüge während und nach dem Studium erhalten Sie hier.

Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherungsbeiträge werden von den Bezügen nicht einbehalten, da Sie als Beamte bereits während des Studiums nicht sozialversicherungspflichtig sind. Die bei einer Krankheit notwendigen Behandlungskosten werden im Regelfall zu 50% durch die Beihilfekasse ertsattet. Die anderen 50 % sind durch den Abschluss einer privaten Krankenversicherung zu decken.

Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen ?

Um die Laufbahn des mittleren Managements einzuschlagen, müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Abitur oder Fachhochschulreife
  • deutsche Staatsangehörigkeit oder die eines Staates der Europäischen Union
  • Gewähr bieten, jederzeit für die freiheitlich demokratische Grundordnung im Sinne des Grundgesetzes einzutreten
  • erfolgreiche Teilnahme an einem Auswahltest 
  • gesundheitliche Eignung

Was zeichnet Sie aus?

  • Interesse an Politik und Gesellschaft
  • Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge
  • EDV-Kenntnisse
  • Sicheres Auftreten
  • Teamfähigkeit
  • Organisationstalent
  • Zuverlässigkeit und Belastbarkeit
  • Engagement

Wir benötigen von Ihnen folgende Unterlagen:

  • Bewerbungsschreiben
  • Lebenslauf
  • Abschlusszeugnis Ihrer Schule oder die letzten beiden Zeugnisse, wenn Sie noch die Schule besuchen

Daneben können auch weitere Nachweise wie z.B. die Kopie des Schwerbehindertenausweises, Wehr-/Zivildienst-/Praktikumsbescheinigungen oder ein Dienstzeugnis genauso wie Angaben über etwaiges gesellschaftliches Engagement das Gesamtbild abrunden.

Frauen und Männer haben bei der Kreisverwaltung die gleichen Ausbildungschancen.

Die Integration von Menschen mit Behinderung ist uns ein besonderes Anliegen.

Einstellungsverfahren

Nach Durchsicht Ihrer schriftlichen Bewerbungsunterlagen werden alle in Frage kommenden Bewerber/innen zu einem ca. 4-stündigen schriftlichen Testteil eingeladen.

Nach erfolgreicher Teilnahme am schriftlichen Test findet zu einem späteren Zeitpunkt der mündliche Testteil mit Gruppenaufgabe, Vortrag/Gruppendiskussion und Einzelgespräch statt.

Schriftlicher Testteil:

In dem ca. 4-stündigen schriftlichen Test werden Aufgaben gestellt, die einen Zusammenhang mit der Ausbildung haben und für den Beruf Kreisinspektor wichtig sind. Dieser Test wird von einer externen Stelle, der Deutschen Gesellschaft für Personalwesen e. V. (DGP), Hannover durchgeführt. Im Allgemeinen werden Aufgaben aus folgenden Bereichen getestet:

  • Logisches Denken
  • Konzentrationsaufgaben
  • Tests zur Merkfähigkeit und zur Einfallsmenge
  • sowie Aufgaben zur Überprüfung der Kenntisse in der Rechtschreibung, im Rechnen und in einigen Wissensgebieten

Mündlicher Testteil:

Ca. vier Wochen nach dem schriftlichen Testteil folgt der mündliche Testteil. Hierzu werden nur die Bewerber/innen eingeladen, die beim schriftlichen Test ein bestimmtes Ergebnis erzielt haben. Dieser Teil besteht aus folgenden Stationen:

  • einer Gruppenaufgabe mit anderen Bewerber(inne)n
  • einem Vortrag mit anschließender Gruppendiskussion
  • einem Einzelgespräch.

Bei dem Einzelgespräch wollen wir einen persönlichen Eindruck von der Bewerberin/dem Bewerber erhalten und natürlich wissen, warum die Bewerberin/der Bewerber sich für diesen Berufszweig entschieden hat.

Bei diesem Gespräch sind in der Regel folgende Personen anwesend:

  • die Ausbildungsleiterin
  • der Personalrat
  • die Jugend- und Ausbildungsvertretung
  • die Gleichstellungsbeauftragte
  • die Schwerbehindertenvertreterin

Für die Einstellung und spätere berufliche Tätigkeit sind fundierte Deutschkenntnisse in Verbindung mit einem sicheren gewandten schriftlichen wie mündlichen Ausdrucksvermögen von besonderer Bedeutung.

Die Arbeit mit Gesetzestexten und sonstigen Vorschriften, d. h. die Rechtsanwendung als ein prägendes Tätigkeitsmerkmal, erfordern ein hohes Maß an systematischem und logischem Denkvermögen und geistiger Beweglichkeit.

Schließlich spielen in einer verstärkt bürger- bzw. kundenorientierten öffentlichen Verwaltung Eigenschften wie Kontaktfreudigkeit, Einfühlungsvermögen, Kommunikations- und Argumentationsfähigkeit, also insgesamt die Fähigkeit, sicher und geschickt mit Menschen umgehen zu können, eine große Rolle.

Der übliche Bewerbungstermin liegt nach den Sommerferien für den 1. August des nächsten Jahres.

Für weitere Informationen wenden Sie sich an

Herr Schwab

Fachdienst Personal und Zentraler Service
Ausbildungsleiter

Barlachstraße 2
23909 Ratzeburg

 

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