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         Regionales NETZWERK zur Versorgung von traumatisierten Geflüchteten

 


Unser NETZWERK - wozu kann es beitragen?

Landrat Dr. Christoph Mager betonte auf der Gründungsveranstaltung des Netzwerkes am 22. Februar 2017, dass mit Ablauf des vergangenen Jahres ca. 3.500 Asylbewerber im Kreis aufgenommen worden seien. Je nach unterschiedlicher Sichtweise gingen Fachleute davon aus, dass zwischen 25 und 40% der Geflüchteten Traumatisierungen aufwiesen. „Rechnen wir dies einmal auf unsere Zahlen hoch, kommen da viele Menschen noch zu den ohnehin schon vorhandenen inländischen Patienten dazu“, so Landrat Mager abschließend.

Daher gilt es, die Abläufe für eine individuelle psychotherapeutische und psychiatrische Versorgung von traumatisierten Geflüchteten zu verbessern und in die vorhandenen Strukturen einzubinden. 

Das Netzwerk wird dazu seinen Beitrag z.B. durch wiederkehrende Netzwerktreffen an verschiedenen Orten im Kreisgebiet und regelmäßigen Austauschmöglichkeiten leisten. Das aktuelle Arbeitsprogramm finden Sie hier.

Terminvorschau 2018:

  • Programm der Landestagung der kommunalen Trauma-Netzwerke am 13. Juni in Neumünster, Veranstaltungszentrum "Kiek In"
  • 5. Netzwerktreffen am 19. September; Ort: n.n.
  • 6. Netzwerktreffen am 28. November bei der AWO in Geesthacht (IntegrationsCenter), Markt 26
    (Alle Treffen finden in der Zeit von 15:00 bis 18:00 Uhr statt.)

    Andere Veranstalter
  • n.n.

 

 


NETZWERK-GRÜNDUNG am 22. Februar 2017 in der Jugendherberge Ratzeburg

Der Netzwerkgründung gingen mehrere Vorbereitungstreffen mit dem PARITÄTISCHEN voraus, der bis zum 31.12.2017 ein AMIF-Projekt zur "Verbesserung der Aufnahmebedingungen für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein" auf den Weg gebracht haben muss. AMIF steht für Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds der Europäischen Union.

Mit finanzieller Unterstützung der EU geht es im Teilprojekt 4 um die Strukturverbesserung zur psychotherapeutischen und psychiatrischen Versorgung von traumatisierten Flüchtlingen. Dazu zählt u.a. auch der Aufbau eines Netzwerkes im Kreis Herzogtum Lauenburg, an dem sich alle interessierten Kräfte beteiligen können.

Hauptziel des hiesigen Netzwerkes wird es sein, sich bis zum Jahresende eine eigene handlungsfähige Arbeitsstruktur zu geben. Daneben wird die Gewinnung von weiteren Mitgliedern sowie die Gestaltung von interessanten Netzwerktreffen im Fokus stehen.

 

Die Unterlagen der Gründungsveranstaltung finden Sie nachstehend:

 

 


1. NETZWERK-TREFFEN (Konstituierende Sitzung) am 27. März 2017 in der Jugendherberge Ratzeburg

Nach der Gründung ging es an die inhaltliche Arbeit. Die Netzwerkmitglieder mussten sich eine Arbeitsstruktur geben, die mit den örtlichen Rahmenbedingungen in Einklang steht. Dazu gehört auch, dass Personen für den Begleitausschuss benannt werden, die zukünftig die Netzwerktreffen und Fachtagungen planen werden.

Auf der Konstituierenden Sitzung in der Jugendherberge Ratzeburg wurden daher Krystyna Michalski (DER PARITÄTISCHE), Diana Bauder (Diakonie Herzogtum Lauenburg), Anke Laumanns-Monreal (DRK-Bereuungsdienste), Marcus Worm (AWO Interkulturell) und Andreas Bockholt (Kreiskoordinator) bestimmt. Zwischenzeitlich ist auch noch Christina Möllmann (Praxisnetz Herzogtum Lauenburg e.V.) hinzu gekommen.

Die Unterlagen des 1. Netzwerktreffens: 

 


2. NETZWERK-TREFFEN am 12. Juli 2017 im DRK-Zentrum Schwarzenbek

Neben der Schwerpunktsetzung für die Netzwerkarbeit im restlichen laufenden Jahr stehen Kurzvorträge mit anschließendem Fachaustausch auf der Tagesordnung.

Inhaltlich geht es unter anderem um die Klärungen zu den Begriffen „Psychotherapie und Psychiatrie im Bezug auf die Arbeit oder Betreuung mit und von Migrant*innen“.

Ferner wird sich der Verein „Wendepunkt e.V.“ mit seinem KiTa-Projekt „TiK“ (Traumapädagogik in Kindertagesstätten) vorstellen.

Die Unterlagen des 2. Netzwerktreffens:

  • Einladung mit Tagesordnung für das 2. Netzwerktreffen
  • Ergebnisprotokoll mit der Liste der Teilnehmenden
  • Anlage 1: Begriffserklärungen u.a. (PTV 10)
  • Anlage 2: Schaubildzu den Begrifflichkeiten aus dem Bereich der Psychotherapie u.a.
  • Anlage 3: Steckbrief zur Kurzbeschreibung der eigenen Organisation bzw. des einzubringenden Angebots
  • Anlage 4: Situatuonsanalyse - Auswirkungen der aktuellen Bundesgesetzgebung auf die gesundheitliche Situation von gefüchteten Menschen (Stand: Nov. 2016)
  • Anlage 5: Ausschreibung für eine Fortbildung des PARITÄTISCHEN zum Thema "Existenzsicherung für Flüchtlinge"

 


3. NETZWERK-TREFFEN am 15. November 2017 im AWO-IntegrationsCenter in Geesthacht

Neben den Möglichkeiten zum "fachsimpeln und austauschen" wird das Thema "Niedrigschwellige Selbsthilheangebote" im Mittelpunkt des Netzwerktreffens stehen. Franziska Nürnberger, Heilpraktikerin /Psychotherapie aus Berlin, wird die TRE-Methode (Tension and Trauma Releasing Exercises /Dr. David Berceli) vorstellen.

Darüber hinaus wird Farokhzad Farzad von der Ambulanz und Tagesklinik Am Rosenweg in Büchen über seine Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen sprechen.

Die Unterlagen des 3. Netzwerktreffens:

 


4. NETZWERK-TREFFEN am 21. März 2018 im Kreishaus in Ratzeburg

Schwerpunkt des 4. Treffens wird die Vorstellung der Traumaambulanz am ZIP in Lübeck sein. Der Koordinator für Flüchtlingsarbeit, Jan Reinhardt wird sich den Fragen der Netzwerkmiglieder stellen.

Daneben wird Krystyna Michalski den aktuellen Sachstand zum Integrations- und Teilhabegesetz Schleswig-Holstein mitteilen. Wie immer wird es auch die Möglichkeit zum fachlichen Austausch und fachsimpeln geben.

Die Unterlagen des 4. Netzwerktreffens:

 


INFORMATIONEN, MATERIALIEN und mehr

Welchen passenden Arzt finde ich wo für mich im Kreisgebiet? Ärztesuche mit Hilfe des Netzwerkpartners "Praxisnetz Herzogtum lauenburg e.V."

   Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) und der Bundesverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) haben verschiedene Unterlagen zu unserem Thema heraus gegeben. Dabei handelt es sich um

   Das Zentrum ÜBERLEBEN gGmbH vormals: Behandlungszentrum für Folteropfer e.V. (bzfo) hat ebenfalls ein Merkblatt für (niedergelassene) Psychotherapeut*innen zu den Behandlungsmöglichkeiten von traumatisierten Geflüchteten bekannt gemacht.

   Zum Thema weibliche Genitalverstümmelung gibt es verschiedene Unterlagen aus Hamburg und NRW. Hierbei handelt es sich um

   Das DRK Soziale Dienste Ostwestphalen Lippe (OWL) gGmbH hat in mehreren kurzen Videos das deutsche Gesundheitssystem beschrieben. Alle Kurzfilme stehen in den vier Sprachen Sorani, Arabisch, Englisch und Deutsch zur Verfügung. Beim Thema “Psychische Gesundheit“ kommen Geflüchtete und andere Migrant*innen zu Wort und erklären, warum es für sie sehr schwer war zu akzeptieren, dass sie psychisch erkrankt sind.

   Die Domumentation des 1. Landesfachtages vom 21. Juni 2017 in Segeberg zunm Thema "Interkulturalität in der Versorgung traumatisierter Flüchtlinge", die von allen Trauma-Netzwerken in Schleswig-Holstein organisiert worden ist, finden Sie hier.

   Im Zentrum für Integrative Psychiatrie (ZIP) des UKSH in Lübeck gibt es eine Traumaambulanz mit Schwerpunkt Flucht und Migration. Mehr erfahren dazu...

 


STECKBRIEFE

Hier stellen sich Ihnen einzelne Mitglieder des Trauma-Netzwerkwerkes vor:

AWO-Interkulturell; Diakonie Herzotum Lauenburg; Wendepunkt e.V.; Erziehungsberatungsstelle Ratzeburg; Familienzentrum Mölln; Frauenberatungsstelle Schwarzenbek; Jobcenter Herzogtum Lauenburg; Maren Ruf (Künstlerin); Shamin Tabari-Schimpf (Kinder- und Jugendpsychotherapeutin i.A.); Stefan Schlüter (Heilpratiker Psychotherapie); Ausbildungsverbund Stormarn-Lauenburg; DRK-Betreuungsdienste gGmbH Herzogtum Lauenburg;