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Baumfällgenehmigung

Nr. 99093003001000

Sie möchten auf Ihrem Grundstück einen Baum fällen oder eine Pflegemaßnahme durchführen? Oder Bäume, Hecken oder andere Gehölze in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abschneiden, auf den Stock setzen oder beseitigen?

Für diese Maßnahmen benötigen Sie eventuell eine Genehmigung und zwar durch:

  • die untere Bauaufsicht, wenn der Baum in einem Bebauungsplan zum Erhalt festgesetzt ist oder auf einer Maßnamenfläche steht. Ob es für Ihr Grundstück einen Bebauungsplan gibt, können Sie bei der Amtsverwaltung erfragen.  Dort können Sie auch den Antrag für die Baumfällung einreichen.

  • die zuständige Gemeinde oder Stadt, wenn der Baum durch eine Baumschutzsatzung geschützt ist. Aumühle, Bälau, Büchen, Geesthacht, Koberg, Mölln und Schwarzenbek haben Baumschutzsatzungen erlassen. Wenn Sie einen Baum in diesen Kommunen fällen möchten, wenden Sie sich bitte an die jeweilige Amtsverwaltung.

  • das zuständige Ordnungsamt, wenn Sie auf Ihrem Grundstück einen Baum haben, bei dem Sie befürchten, dass die Verkehrssicherheit gefährdet ist.

  • die untere Naturschutzbehörde (hier die Kreisforsten), wenn der Baum unter keinen besonderen Schutz fällt.

Die Fällung von landschaftsbild- und ortsbildprägenden Einzelbäumen / Baumgruppen stellt einen Eingriff in Natur und Landschaft dar und ist daher grundsätzlich verboten. Ob ein derartiger Eingriff vorliegt, wird durch die untere Naturschutzbehörde festgestellt. Anhaltspunkt für die Beurteilung von Bäumen ist die Größe des Baumes (Stammumfang von 2 Metern gemessen in 1 m Höhe). Aber auch kleinere Bäume können durch ihre Eigenart oder ihren Standort geschützt sein. In begründeten Fällen kann die untere Naturschutzbehörde eine Fällgenehmigungen erteilen. Für die Fällung ist ein Ausgleich (z. B. Neuanpflanzungen) zu leisten.

Bäume produzieren lebensnotwendigen Sauerstoff, dienen der Klimaverbesserung, sind Filter von Staub und Schadstoffen und sorgen für Luftfeuchtigkeit und -bewegung. Sie bieten Lebensraum für die unterschiedlichsten Tiere, beleben und gliedern das Stadt- beziehungsweise Ortsbild und dämpfen dabei den Lärm. Zum Erhalt der Bäume bedarf es deshalb insbesondere in stark besiedelten Räumen eines besonderen Schutzes.

Wichtige Hinweise zum Thema "Bäume und Gehölze in der Sommerzeit fällen oder beschneiden" finden Sie in dem Flyer zur Fällverbotsfrist und Informationen zum Thema Artenschutz finden in dem Flyer Artenschutz bei Baumfällungen.

Welche Unterlagen werden benötigt?

  • das ausgefüllte Antragsformular
  • Lageplan mit Standort des zu fällenden Baumes/der Baumgruppe
  • Lageplan mit Standort der geplanten Ersatzpflanzung(en)
  • Gutachten einer:s Baumsachverständigen

Bitte füllen Sie das Antragsformular, soweit wie es Ihnen möglich ist, aus. Alle zusätzlichen Angaben, die Sie machen, helfen bei der Bearbeitung Ihres Antrages. Für eine zügige Bearbeitung können auch Fotos hilfreich sein, auch gerne digital.

Für die Lagepläne empfehlen wir einen Maßstab von 1:500. Falls Sie keinen aktuellen Lageplan haben, kann dieser von der unteren Naturschutzbehörde erstellt werden.

Es kann sein, dass für die Bearbeitung Ihres Antrages weitere Unterlagen benötigt werden, z. B. wenn artenschutzrechtliche Belange betroffen sein könnten. In diesem Fall werden sich die zuständigen Sachbearbeitende bei Ihnen melden.

Den ausgefüllten und unterschriebenen Antrag und die dazugehörigen Unterlagen können Sie wie folgt an die untere Naturschutzbehörde senden:

  • per E-Mail an baumschutz@kreis-rz.de
  • oder per Post an: Kreis Herzogtum Lauenburg, Der Landrat, Kreisforsten, Farchauer Weg 7 in 23909 Fredeburg.

Wichtiger Hinweis
Bitte stellen Sie Ihren Antrag so früh wie möglich, damit Sie die Genehmigung rechtzeitig für die jeweilige Fällsaison erhalten. Die Anträge können bereits ab April (für eine Fällung ab Oktober) gestellt werden.

Welche Gebühren fallen an?

Es können Gebühren anfallen. Genaue Auskünfte hierzu erteilt die zuständige Stelle.

Welche Fristen muss ich beachten?

Das Fällen von Bäumen ist gem. § 39 Bundesnaturschutzgesetz in der Zeit vom 01. März bis 30. September eines Jahres verboten. Dieses Verbot gilt nicht für gärtnerisch genutzte Grundflächen, wozu auch Hausgärten, Kleingartenanlagen und Streuobstwiesen gehören.
 
Die Vorschriften des besonderen Artenschutzes, § 44 Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege müssen aber stets beachtet werden.

Rechtsgrundlage

§§ 39, 44 Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege (Bundesnaturschutzgesetz - BNatSchG).

Was sollte ich noch wissen?

Die örtlichen Baumschutzsatzungen finden ihre Ermächtigungen in § 29 BNatSchG in Verbindung mit § 18 LNatSchG.

Je nach Standort und Qualität des Baumes kann eine Genehmigung auch nach dem Baurecht oder anderen Bestimmungen des Naturschutzrechts erforderlich sein.