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Theaterprojekt OnStage Rückblick

“On Stage” - live vor dem Stadthauptmannshof

Hier geht es zur Veranstaltung ON EAR. Die Veranstaltung OnEar mussten wir leider absagen. Aber es wird ein Folgeprojekt geben.

OnStage Bericht

Die Jugendlichen des Projektes “On Stage” haben am 21.6.2020 ihre Abschlussvorstellungen gegeben. Vor begeistertem Publikum konnten Ruslan, Piet-Lasse, Lilli , Leif Erik, Svea, Anna, Yasmin, Svea-Johanna, Tuuli, Kaja und Livia in der gut 20-minütige Präsentation viel von sich und ihrem Erleben der Pandemie mitteilen. Das Theater nutzte die räumlichen Gegebenheiten phantasievoll und mit Spielfreude aus. Beim Tanz der Hände auf der Mauer und dem Spiel auf Treppenaufgängen wurde kreativ und lebendig der Ort bespielt. Stimmgewaltig war die Gesangseinlage und bewegend der Rückblick, Zitat: “am Anfang habe ich noch telefoniert und geschrieben” - es folgte eine lange Pause. Aber es blieb nicht beim Blick zurück. Die Unterschiede der Lebenswelten junger Menschen wurden von der Freude am Konsum bis zur Subkultur der Anime-Spieler_innen (“wo seid ihr nur mein ganzes Leben gewesen”) breit gezeigt und auch mal gegen den Strich gebürstet, z.B. als die Cosplayer ihren beeindruckenden Auftritt mit Kunstnebel und in tollem Outfit in einem Hustenanfall enden lassen - wegen des Nebels. In der Demoszene äußerten die Jugendlichen ihre Kritik an der bestehenden Schulform und den aktuellen Erwartungen und stellten ihre Forderungen an eine neue Lern- und Prüfungskultur auf. Eine Zuschauerin merkte an “Vielleicht sollte man das allen Schulleitern des Kreises einmal zukommen lassen.”

Ihre Ideen haben die Jugendlichen laut auf den unterschiedlichsten Instrumenten unterstrichen, darunter waren auch Ölfässer und Plastiktonnen. Aber auch die leisen Töne, die Wünsche und Lebensentwürfe, die Fragen nach dem Woher und Wohin wurden gezeigt. Mit einer kraftvollen Tanzperformance zeigten sich alle Jugendliche noch einmal und nahmen dann den verdienten Applaus des Publikums entgegen.

Obwohl das Projekt der Kooperationspartner Stadt Mölln, Berufsbildungszentrum (BBZ), Stiftung Herzogtum Lauenburg und Kreis Herzogtum Lauenburg bereits im September 2019 gestartet ist, mussten die Jugendlichen und die Theaterpädagogin alles neu erfinden. Nur wenige Szenen aus der ursprünglichen Fassung, die am 20.3. aufgeführt werden sollte, kamen in dieser Aufführung noch vor. Mit nur fünf Treffen nach einer fast dreimonatigen Pause wurde dieses Projekt zu Ende geführt. Wesentlichen Anteil daran hat die Theaterpädagogin Katharina Feuerhake und das Team an Workshopleiterinnen und -leitern, die bereits vor dem Lockdown mit den Jugendlichen gearbeitet hatten und jetzt alles für die nahezu neue Fassung begleiteten. Das waren Benjamin Lütke, dessen musikalische Handschrift bei allen rhythmischen Einlagen sichtbar wurde, Katia Diegmann, die bei Kostüm den richtigen Ausdruck einbrachte, Björn Steinfeld zeigte den Einsatz von Licht und Ton und setzte dies bei der Aufführung professionell um. Tatkräftig unterstützt wurden alle von Leon Gätsch und gespannt warten alle auf den Film von Jonas Holthusen, der Proben und Aufführung mit der Kamera begleitet hat. 

Das Gelingen hat einen weiteren Grund, die Zuversicht der Kooperationspartner. Für die war ein Verpuffen der Projektarbeit ohne Abschlussvorstellung nie eine Option. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und unter Beachtung der Auflagen fanden Proben und zwei Abschlussveranstaltungen unter freiem Himmel statt. Für die Umsetzung waren viele verantwortlich - keine und keiner hätte fehlen dürfen. Die Stiftung Herzogtum Lauenburg mit Andrea Funk und Jörg Geschke, die unkompliziert und schnell bei konzeptionellen Fragen zur Seite standen und die den Spielort mit all seinen Möglichkeiten zur Verfügung gestellt haben. Das BBZ mit Victoria Wollweber, die bei den Proben im Hintergrund vieles geregelt hat und u.a. vor Corona auch Proben in der Schule ermöglichte. Die Stadt Mölln, die mit Oskar Blank und seinem Team der Stadtjugendpflege mit Räumen und Versorgung immer verlässlich dabei war. Und als die Schule nicht mehr betreten werden konnte, da bot der Verein “Miteinander leben e.V.” mit der Begegnungsstätte ein Dach und einen Garten. Nicht zuletzt half das Vertrauen von Zuschussgeber ASSITEJ. Das Projekt On Stage wird gefördert durch Wege ins Theater, dem Projekt der ASSITEJ im Rahmen des Förderprogramms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Und in dieser herausfordernden Zeit halfen die Fristverlängerung und Ermutigung aus Frankfurt am Main.

 

Und wie geht es weiter? ASSITEJ hat schon eine Anschlussförderung in Aussicht gestellt. Diesmal wird es kein Jugendtheater sein, sondern ein Hörspiel. Die Jury der Förderstätte konnte schon überzeugt werden. Die bisherige Mischung aus Theaterarbeit, Musik, Licht- und Ton, Kostüm wurde um eine Schreibwerkstatt und Geräuschfabrik erweitert. Auch die Abstands- und Hygieneregeln können so leichter beachtet werden. Ggf. wird bei einer Umsetzung mit Teilen ins Internet ausgewichen. Am Ende soll ein live-Hörspiel stehen, dass die Abstandsregeln noch besser beachten kann und den jungen Schauspielern weiter eine Bühne gibt, auf der sie sich zeigen können.

OnStage Video

Kooperationspartner und Förderung von PLAY!

Kooperationspartner

Förderung

Für das Projekt ON STAGE wird eine Förderung beantragt und zwar bei Wege ins Theater, dem Projekt der ASSITEJ im Rahmen des Förderprogramms "Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.