Inhalt
Datum: 01.03.2013

Wir für uns im Herzogtum - Ein EhrenamtNetzwerk im Kreis Herzogtum Lauenburg

Dem Kreistag wird auf seiner Sitzung am 07. März 2013 vom Kreisseniorenbeirat die Konzeption eines EhrenamtNetzwerks im Kreis Herzogtum Lauenburg mit der Bitte um Unterstützung vorgestellt. Sie wurde in zwei Gesprächsrunden unter der Leitung von Kreispräsidenten Meinhard Füllner erarbeitet, der das Ergebnis befürwortet. Worum geht es dabei?

Ehrenamtliches Engagement ist ein tragendes Element unserer Gesellschaft, das immer wichtiger wird. Da der Staat nicht alles regeln kann und soll, gestalten Bürgerinnen und Bürger ihr Zusammenleben in Organisationen und Vereinen, in Nachbarschaftshilfen und Initiativen aller Art. Sie engagieren sich trotz beruflicher und familiärer Verpflichtungen freiwillig, selbstbestimmt und selbstverantwortet, kontinuierlich oder projektbezogen. Aber es sind nicht genug, um den wachsenden Bedarf für ehrenamtliche Unterstützung infolge des demografischen Wandels, der Zunahme von Single-Haushalten und wachsender Altersarmut auszufüllen. Und vielfach scheitert der Wille zu helfen an der fehlenden Übersicht darüber, welche ehrenamtliche Hilfe wo und wann benötigt wird.

Auf Anregung des Kreisseniorenbeirats haben sich jetzt vier Organisationen mit der Unterstützung des Kreispräsidenten zusammengefunden, die mit ihren bestehenden Möglichkeiten im Kreis Herzogtum Lauenburg ein transparentes Netzwerk für ehrenamtliche Hilfen starten möchten. Das sind- das Diakonische Werk mit seinem Projekt Zusammenhalt in Ratzeburg,- die FreiwilligenAgentur Lauenburg,- der Lebenshilfewerk Verbund Mölln-Hagenow und- das Mehrgenerationenhaus Oberstadttreff/ Freiwilligenagentur Geesthacht. Der DRK Kreisverband und die KIBIS erwägen dem Netzwerk beizutreten, das grundsätzlich offen ist für die Beteiligung weiterer Organisationen, Vereine und Einrichtungen.

Als erstes wird die Kooperation der auf der lokalen Ebene für die Gewinnung und Vermittlung von Ehrenamtlichen tätigen Einrichtungen verstärkt und durch Einrichtung eines Ehrenamtlotsen ergänzt. Aber es gibt Aufgaben, die gemeinsam besser gelöst werden können. Gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit, Veranstaltungen und Schulungen Ehrenamtlicher verringern den Aufwand für den Einzelnen und sind sogar effektiver. Für derartige Aufgaben soll eine Anlauf- und Koordinationsstelle beim Kreis eingerichtet werden. Deren Arbeit unterstützt wird durch eine über den Kreis verbundene Internetseite und eine kostenlose Telefon-Hotline, über die der Kontakt zu den am Netzwerk teilnehmenden örtlichen Einrichtungen hergestellt wird. Dadurch wird u.a. eine ständig aktuelle Übersicht aller Angebote im Kreis das Interesse und die Möglichkeiten für das Ehrenamt auf der lokalen Ebene verstärken und die bisher vermisste Transparenz bieten. Nicht zuletzt wird mit Vorschlägen für eine Anerkennungskultur die Nachhaltigkeit des EhrenamtNetzwerks gefördert.

Das EhrenamtNetzwerk will die angespannten Finanzen des Kreises nicht belasten. Aber ganz ohne die professionellen Fähigkeiten der Kreisverwaltung werden die Schultern der beteiligten Einrichtungen die Verantwortung für mehr Ehrenamt im Kreis nicht tragen können.

Konzeption EhrenamtsNetzwerk