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Datum: 29.07.2014

Anhaltende Wärme belastet Badegewässer

Badegewässer sind freie Gewässer, in denen immer wieder natürliche Risiken, wie zum Beispiel Blaualgen oder Zerkarien vorhanden sind, die das Badevergnügen beeinträchtigen können. Derartige Entwicklungen sind meist nicht vorhersehbar oder ändern sich sehr rasch.

Auf Grund der anhaltend warmen Witterung und der höheren Wassertemperaturen muss zurzeit auch an den Seen des Kreises Herzogtum Lauenburg mit Blaualgen in erhöhten Konzentrationen rechnen. An betroffenen Badestellen stellen die Überwachungsbehörden entsprechende Warnhinweistafeln auf.

Aktuell wurden in einigen Seen des Kreises Massenentwicklungen bzw. Massenvermehrungen von der sogenannten Igelblaualge festgestellt. Diese Blaualgenart tritt insbesondere im Plankton größerer nährstoffärmerer Seen, wie dem Schaalsee und den mit ihm in Verbindung stehenden Gewässern, auf. Bei der Igelblaualge kann es zu Massenentwicklungen kommen.

Nach dem Baden in stark blaualgenhaltigem Wasser kann es zu Beschwerden wie Hautreizungen kommen. Nach dem Verschlucken einer größeren Menge von blaualgenhaltigem Wasser können auch Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall auftreten. In allen Fällen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Blaualgen-Massenansammlungen sind sehr wind- und wetterabhängig und können sich innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden an den Badestellen wieder auflösen. Baden ist dann wieder gefahrlos möglich.

Stellt der Fachdienst Gesundheit des Kreises an Badegewässern eine Massenentwicklung von Algen fest, wird den zuständigen Amts- und Stadtverwaltungen empfohlen, die Öffentlichkeit vorsorglich hierüber zu unterrichten und Hinweis- und Warnschilder an den betroffenen Badestellen aufzustellen.

Aufgrund des warmen Sommerwetters und der dadurch ansteigenden Wassertemperatur bilden sich außerdem in fast jedem Gewässer mit starkem Wasservogel- und Wasserschneckenbesatz mikroskopisch kleine Saugwurmlarven, sogenannte Zerkarien.

Sie sind besonders in flachen Ufergewässern, wo auch ihr Zwischenwirt, die Wasserschnecke lebt, zu finden. Bei hohen Wassertemperaturen werden unmäßig viele Wurmlarven von den Wasserschnecken ausgeschieden. Auf der Suche nach ihrem Hauptwirt (Wasservögel), dringen sie auch in die Haut von Menschen ein, sterben dort aber ab. Dadurch wird bei den betroffenen Personen auf der Haut eine allergische Reaktion mit roten Flecken und stark juckenden Quaddeln (ähnlich wie Mückenstiche) hervorgerufen.

Diese harmlose aber unangenehme Hauterkrankung klingt nach einigen Tagen wieder ab und führt grundsätzlich zu keinen weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Badeverbote müssen daher an betroffenen Badestellen nicht ausgesprochen werden.

Auch an Badestellen, von denen ein Zerkarienbefall gemeldet wird, werden durch den Fachdienst Gesundheit über die zuständigen örtlichen Ordnungsbehörden entsprechende Informationstafeln für die Badegäste ausgehängt.

Nähere Auskünfte erhalten Sie direkt vor Ort bei den Badestellenbetreibern oder bei

Herr Zühlke

Fachdienst Gesundheit
Gesundheitsaufseher

Barlachstraße 4
23909 Ratzeburg

Weitere Informationen zur Badewasserqualität im Kreis Herzogtum Lauenburg und allen anderen Badestellen in Schleswig-Holstein finden Sie hier.